Das Handelsgericht Split eröffnete das Verfahren am 29. September. Zwei konkurrierende Insolvenzanträge wurden zuvor zurückgezogen. Seit 2. Oktober ist Domagoj Poljak als Verfahrensbeauftragter bestellt – eine erfolgreiche Sanierung ist damit noch nicht gesichert.

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Aus dem Antrag ist ein eröffnetes Verfahren geworden

Der rechtliche Stand bei Studenac hat sich verändert: Mit Beschluss St-431/2026-20 vom 29. September 2026 eröffnete das Handelsgericht Split das kroatische predstečaj-Verfahren über die Studenac d.o.o. aus Omiš. Es geht damit nicht mehr nur um die Frage, ob das Unternehmen einen Antrag gestellt hat. Das Gericht hat die Voraussetzungen geprüft und dem Antrag stattgegeben.

In deutschen Texten lässt sich predstečaj als Vorinsolvenzverfahren beschreiben. Der kroatische Begriff bleibt wichtig, weil die konkrete Rechtswirkung aus kroatischem Recht folgt und nicht aus einer vermeintlich identischen deutschen Verfahrensform. Eröffnung bedeutet hier weder bereits erfolgreiche Sanierung noch die Feststellung, dass alle Filialen schließen müssten.

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Die beiden anderen Anträge wurden zurückgezogen

Der Eröffnungsbeschluss dokumentiert auch, was aus den konkurrierenden Anträgen wurde. Der Gläubiger A&G LOGISTIKA 01 zog seine Anträge in den Akten St-432/2026 und St-433/2026 zurück. Das Gericht stellte die zugehörigen Verfahren am 29. September ein. Damit bestand nach seiner Begründung kein Hindernis mehr, über den Vorinsolvenzantrag zu entscheiden.

Unsere frühere Darstellung dreier gleichzeitig zu prüfender Anträge war für den Stand vom 26. September richtig, ist aber überholt. Die Rücknahme belegt für sich genommen weder, dass sämtliche Forderungen bezahlt wurden, noch eine abschließende Einigung aller Lieferanten. Über solche Ergebnisse gibt der Eröffnungsbeschluss keine umfassende Auskunft.

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Warum das Gericht das Verfahren eröffnete

Studenac hatte sich auf drohende Zahlungsunfähigkeit berufen. Zunächst verlangte das Gericht ergänzende Unterlagen, darunter Finanzberichte und ein Verzeichnis der Vermögenswerte und Verpflichtungen. Der spätere Beschluss hält fest, dass die verlangten Unterlagen nachgereicht wurden.

Für seine Entscheidung verweist das Gericht unter anderem auf die FINA-Bescheinigung vom 24. September: Darin war ein Tag ununterbrochener Kontoblockade vermerkt. Das Gericht ordnet diesen Befund rechtlich als Vorinsolvenzgrund ein. Das ist ein datierter Nachweis aus dem Verfahren, kein von uns geprüfter Live-Status der Bankkonten am 4. Oktober. Eine solche Trennung verhindert, dass alte Kontodaten als heutige Zahlungsfähigkeit oder Zahlungsunfähigkeit ausgegeben werden.

Eine Person vergleicht Produkte und Kassenbeleg in einem Lebensmittelgeschäft
Golden Beach / OpenAI ImageGen · allgemeines Symbolbild des Einkaufs; keine Studenac-Filiale
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Neuer Verfahrensbeauftragter seit 2. Oktober

Zunächst wurde Nikola Božiković als povjerenik bestellt. Am 2. Oktober entband ihn das Gericht auf seinen Antrag von dieser Aufgabe und ernannte Domagoj Poljak. Der Beschluss St-431/2026-27 nennt einen konkreten Grund: Božiković hatte als Anwalt den Gläubiger DREAMLAND bei der Einziehung einer Forderung gegen Studenac beraten.

Božiković informierte das Gericht über diese Überschneidung. Das Gericht sah darin einen gerechtfertigten Grund für die Entbindung und die Neubesetzung, um die unabhängige und unparteiische Wahrnehmung der Aufgabe zu sichern. Daraus folgt kein von uns behauptetes strafbares Verhalten. Die bisherige Tätigkeit sollte innerhalb von drei Tagen an den neuen Beauftragten übergeben werden.

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Welche Schritte für Gläubiger folgen

Der Eröffnungsbeschluss fordert Gläubiger auf, ihre Forderungen innerhalb von 21 Tagen ab Zustellung bei der zuständigen FINA-Stelle auf dem vorgeschriebenen Formular anzumelden. Entscheidend ist die gerichtliche Zustellungsregel; die Frist darf nicht einfach ab dem Tag gezählt werden, an dem jemand eine Nachricht im Internet liest.

Als Termin zur Prüfung der Forderungen wurde der 10. Februar 2027 um 9:30 Uhr am Handelsgericht Split angesetzt. Auch ein gerichtlicher Termin kann später geändert werden. Betroffene Unternehmen sollten deshalb den aktuellen Aktenstand und ihre eigenen rechtlichen Pflichten anhand der Originalunterlagen prüfen lassen. Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung, keine individuelle Rechtsberatung.

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Was Kunden aus der Nachricht ableiten können – und was nicht

Die Beschlüsse regeln das Verfahren, nicht die Öffnungszeit jeder Filiale. Aus ihnen lässt sich weder eine flächendeckende Schließung noch eine dauerhafte Garantie für Sortiment, Personalbestand oder Lieferungen ableiten. Wer in einem Ort auf einen bestimmten Laden angewiesen ist, sollte dessen tatsächlichen Betrieb und Öffnungszeiten gesondert prüfen.

Für Beschäftigte, Vermieter und Lieferanten ist die Lage deutlich umfassender als die Frage nach dem nächsten Einkauf. Die Verfahrenseröffnung schafft einen rechtlichen Rahmen für die weitere Bearbeitung; sie ersetzt keinen tragfähigen Sanierungsplan und keine Zustimmung, die für dessen Umsetzung gegebenenfalls erforderlich ist. Das nächste belastbare Kapitel entsteht aus neuen Gerichtsentscheidungen und den dokumentierten Verfahrensschritten.

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Welche Meldung dieser Artikel ersetzt

Dieser Beitrag wurde am 26. September erstmals veröffentlicht und am 4. Oktober grundlegend aktualisiert. Die frühere Antragsphase bleibt als kurze Chronologie nachvollziehbar, steht aber nicht mehr als aktueller Zustand im Titel. Grundlage der Aktualisierung sind die beiden direkt eingesehenen Gerichtsbeschlüsse vom 29. September und 2. Oktober.

Wir bezeichnen die Beschlüsse nicht als rechtskräftig: Beide enthalten Rechtsmittelbelehrungen. Ebenso behaupten wir weder den Abschluss des Verfahrens noch einen feststehenden Ausgang. Die öffentlich zugängliche Gerichtsakte ist für weitere Veränderungen die maßgebliche Quelle.

Faktenlage

Quellen & Datenstand

Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.

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  2. St-431/2026-27: Wechsel des povjerenikTrgovački sud u Splitu · 2. Oktober 2026Entbindung Božiković, Interessenkonflikt und Bestellung Poljak
  3. Öffentliche Gerichtsbekanntmachungen zu Studenace-Oglasna ploča sudova · geprüft 4. Oktober 2026Aktueller Zugang zur Verfahrenschronologie
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