Nach einer schwierigen Nacht mit vorsorglichen Transporten über See meldet die Feuerwehr eine zufriedenstellende Lage. 236 Kräfte, 68 Fahrzeuge und sieben Löschflugzeuge waren am Sonntag eingesetzt; Nachlöscharbeiten und Nachtwache gehen weiter.
Am Sonntagabend war die Lage zufriedenstellend
Der Kroatische Feuerwehrverband meldete am 13. September um 20:00 Uhr für das Brandgebiet Ložišća–Milna eine zufriedenstellende Lage. Die Einsatzkräfte arbeiteten weiter an den Brandrändern, wechselten Schichten und planten eine Nachtwache.
Das ist eine deutliche Entspannung gegenüber der Nacht zuvor, aber noch keine Meldung über die vollständige Löschung. Nachlöscharbeiten und Überwachung bleiben Teil des Einsatzes.
In der Nacht hatte sich das Feuer Richtung Milna ausgebreitet
Am 12. September gegen 22 Uhr breitete sich der Brand laut Feuerwehrverband in Richtung Milna sowie zu den Buchten Duboka und Osibova aus. Auch das Ferienareal Gava war gefährdet.
Starke Bura und schwer zugängliches Gelände erschwerten den Einsatz. Feuerwehrkräfte verteidigten Gebäude und konzentrierten sich zugleich auf die aktiven Bereiche in den Buchten.
Menschen wurden vorsorglich über See in Sicherheit gebracht
Um 23:25 Uhr begann eine vorsorgliche Verlegung von Menschen aus dem Bereich der Strände und Buchten auf dem Seeweg. Beteiligt waren Boote von Polizei, Marine und Hafenbehörde sowie private Fahrzeuge auf dem Wasser.
Am Sonntagmorgen stellte die Feuerwehr klar, dass keine allgemeine Evakuierung der Bevölkerung ausgerufen worden war. Die vorsorglichen Transporte aus gefährdeten Küstenbereichen und eine flächendeckende Räumung von Milna sind deshalb nicht dasselbe.
Zwei Menschen kamen zur Untersuchung ins KBC Split
Zwei Menschen wurden nach Angaben des Feuerwehrverbands zur weiteren Untersuchung in das Universitätsklinikum KBC Split gebracht. Im früheren Morgenstand waren ihre Verletzungen als leicht beschrieben worden; verletzte Feuerwehrleute wurden nicht gemeldet.
Die meisten gefährdeten Gebäude konnten verteidigt werden. Am Resort Gava wurden nach amtlicher Darstellung lediglich Nebengebäude beziehungsweise Nebenobjekte betroffen. Eine vollständige Schadensbilanz liegt noch nicht vor.
236 Feuerwehrleute und sieben Löschflugzeuge waren eingesetzt
Im Tagesverlauf des 13. September waren im Brandgebiet Ložišća–Milna 236 Feuerwehrleute mit 68 Fahrzeugen eingesetzt. Aus der Luft unterstützten vier CL-415 und drei Air Tractor AT-802.
Ein Zwischenstand von 11:30 Uhr nannte 235 Kräfte; der Abendstand nennt 236. Das sind aufeinanderfolgende Einsatzstände und keine Zahlen, die addiert werden dürfen.
Die 1.500 Hektar bleiben eine frühe Schätzung
Am Samstagmorgen wurde die betroffene Fläche mit rund 1.500 Hektar angegeben. Der neuere amtliche Bericht vom Sonntagabend veröffentlicht keine aktualisierte Gesamtfläche.
Die Zahl bleibt deshalb als vorläufige Schätzung aus einer früheren Einsatzphase kenntlich. Sie ist weder eine endgültige Vermessung noch der Nachweis, dass jeder Quadratmeter innerhalb des geschätzten Gebiets vollständig verbrannt ist.
Bol und Sevid sind getrennte Brände
Am Sonntag um 14:30 Uhr brach oberhalb von Bol ein weiterer Vegetationsbrand aus. Zwei CL-415 unterstützten dort; die Feuerwehr beschrieb die Lage am Abend als günstig und überwachte das Gebiet weiter.
Ein weiterer Brand bei Sevid auf dem Festland begann um 16:15 Uhr. Dort arbeiteten 75 Kräfte mit 22 Fahrzeugen aus der Gespanschaft Split-Dalmatien sowie 20 Kräfte mit sieben Fahrzeugen aus der Gespanschaft Šibenik-Knin. Diese Zahlen und die dort eingesetzten Flugzeuge gehören nicht zum Einsatz Ložišća–Milna.
HAK führt keine feuerbedingte Straßensperre mehr
Im HAK-Straßenstand vom frühen 14. September ist die frühere feuerbedingte Sperre bei Ložišća nicht mehr aufgeführt. Das ist für die Anreise hilfreich, ersetzt aber keine örtliche Absperrung direkt im Einsatzgebiet.
Einsatzwege und Zufahrten bleiben frei; Fahrten nur zum Fotografieren oder Beobachten des Feuers werden unterlassen. Bewohner und Gäste folgen den Anweisungen von Feuerwehr, Polizei und Gemeinde.
Was Bewohner und Reisende jetzt tun können
Wer sich in Milna, Ložišća oder den angrenzenden Buchten aufhält, hält Zufahrten frei und beobachtet lokale Hinweise. Bei Rauch werden Fenster geschlossen und Außenaktivitäten reduziert; besonders gefährdete Menschen sollten frühzeitig einen geschützten Ort aufsuchen.
Bei unmittelbarer Gefahr gilt 112. Allgemeine Lagefragen gehören nicht in den Notruf; dafür sind die amtlichen Meldungen von Feuerwehr, Gemeinde und HAK da.
Was belegt ist – und was noch offenbleibt
Belegt sind die schwierige Ausbreitung Richtung Milna in der Nacht, die vorsorglichen Transporte über See, zwei zur Untersuchung gebrachte Personen, der Gebäudeschutz sowie 236 Kräfte, 68 Fahrzeuge und sieben Löschflugzeuge im Sonntagseinsatz. Der Abendstand beschreibt die Lage als zufriedenstellend und nennt weitere Nachlöscharbeiten samt Nachtwache.
Offen bleiben Brandursache, endgültige Fläche und Schadenssumme sowie der Zeitpunkt der vollständigen Löschung. Die frühe Schätzung von rund 1.500 Hektar wird nicht durch unbestätigte Satelliten- oder Medienzahlen ersetzt.
Faktenlage
Quellen & Datenstand
Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.
- Požari na otoku Braču i kod mjesta SevidHrvatska vatrogasna zajednica (HVZ) · laufend aktualisiert; letzter Stand 13. September 2026, 20:00 Uhr; geprüft 14. September 2026, 00:27 UhrAusbreitung Richtung Milna, vorsorgliche Transporte über See, Verletzte, Gebäudeschutz, Personal, Fahrzeuge, Luftunterstützung, Nachlöscharbeiten sowie getrennte Brände oberhalb von Bol und bei Sevid
- Aktuelle StraßenlageHrvatski autoklub (HAK) · geprüft 14. September 2026, 00:27 Uhrfrühere feuerbedingte Straßensperre bei Ložišća im aktuellen Stand nicht gelistet; keine pauschale Aussage zu örtlichen Einsatzabsperrungen
- Adriaprognose vom 13. September 2026, 18 UhrDržavni hidrometeorološki zavod (DHMZ) · Ausgabe 13. September 2026, 18:00 Uhr; gültig bis 14. September 2026, 18:00 Uhr; geprüft 14. September 2026, 00:27 Uhraktuelle regionale Wind- und Böenwarnung an der Adria; keine lokale Brandprognose für Brač